
Der Godfather des modernen Holzbaus
Hermann Blumer ist nicht nur einer der führenden Holzbauingenieure der Welt, er hat mit seinem Erfindergeist auch dazu beigetragen, dass der Holzbau heute die Städte erobert. Im Interview erzählt er von seiner Weltkarriere, die erst im Pensionsalter so richtig begann.
Kürzlich feierte der gebürtige Appenzeller seinen 80. Geburtstag. Absichten, kürzer zu treten, hegt Hermann Blumer derweil keine. Als wir ihn treffen, ist er gerade auf dem Weg nach Brünn, wo er einen Vortrag über zwei der innovativsten Holzbauten unserer Zeit halten wird. Bauwerke, die es ohne ihn in dieser Form niemals gegeben hätte.
Das Centre Pompidou-Metz etwa nach dem Entwurf von Pritzker-Preisträger Shigeru Ban galt als nicht realisierbar, bis der gelernte Zimmermann und Bauingenieur nach monatelangem Brüten den entscheidenden Einfall hatte. „Am Ende war die Lösung dann ganz einfach“, sagt er in aller Bescheidenheit. Beim kürzlich eröffneten Wisdome, einer Erweiterung des Technischen Museums Stockholm, war es ähnlich.
Blumer ist der Troubleshooter, wenn es darum geht, architektonische Visionen in bahnbrechende Freiformkonstruktionen zu übersetzen. Ein Avantgardist, der im gefinkelten Abtragen von Lasten Schönheit und – so der Anschein – eine Art künstlerischen Ausdruck findet. Und nicht zuletzt ein Mensch, der die Gabe hat, andere für seine Ideen zu begeistern.

Als Sohn in einem Holzbau-Familienbetrieb sind Sie mit dem Naturbaustoff groß geworden. Was sind Ihre frühesten Erinnerungen ans Holz?
Hermann Blumer: Ich habe als Bub gerne den Zimmerleuten zugesehen, wie sie auf dem Abbundplatz das Holz zugeschnitten haben oder wie in der Sägerei die Baumstämme zu Balken und Brettern aufgetrennt wurden. Wenn die Arbeiten nicht zu gefährlich waren, konnte ich öfter mithelfen. Mit meinem Vater war ich oft im Wald, um die dürren Äste an den Tannen abzusägen, sodass das nachwachsende Holz dann astrein war. Er meinte, das wäre dann einmal Holz für mich.
War für Sie von Anfang an klar, dass Sie diese berufliche Laufbahn einschlagen?
Die Richtung Holz war mir von Anfang an klar. Offenbar ist das Konstruieren in meinen Genen veranlagt, weshalb es mich anfangs zum Beruf des Zimmermanns hingezogen hat. Später lernte ich an der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule; Anm.) Zürich dann den Beruf des Stahl- und Betoningenieurs und befasste mich mit Informatik. Danach konnte ich an der Universität Karlsruhe an einem Forschungsprojekt zur Ermittlung der Querzugspannungen an gekrümmten Satteldachträgern arbeiten. Das hat mir dann erst den richtigen Schliff gegeben und den Antrieb, mich noch viel intensiver mit dem Holz zu beschäftigen.

Sie haben die Entwicklung des Holzbaus von einem Nischensegment im Bausektor zum aktuellen Boom miterlebt. War diese Entwicklung für Sie in irgendeiner Weise vorhersehbar?
Also diesen Boom und diese Strahlkraft, die der Holzbau heute hat, das habe ich nicht vorhergesehen. Früher begleitete mich ein ständiges Unwohlsein, wenn ich gesehen habe, dass der Baustoff Holz auf dem Abstellgleis war, gegen Stahl und Stahlbeton quasi chancenlos. An der ETH Zürich war ich der einzige von 220 Studenten, der sich in seiner Diplomarbeit mit Holz beschäftigen durfte, aber eine eigene Ausbildung dazu gab es eigentlich nicht. Erst an der Uni in Karlsruhe habe ich das Holz dann auch wissenschaftlich besser verstanden, und das Entscheidende: Die Computertechnik hat mich damals derart fasziniert, dass ich viel Zeit dem Programmieren gewidmet habe. Schon damals, also 1969, habe ich gesagt: Holz und Informatik – diese beiden Bereiche müssen wir zusammenbringen.
Das ist eigentlich das, was dem Holzbau heute einen gewissen Vorsprung verschafft.
Nicht nur einen gewissen, sondern einen extremen Vorsprung. Beim Forschungsprojekt in Karlsruhe musste ich komplexe mathematische Formeln entwickeln und lösen, das ergab Gleichungssysteme mit an die 100 Unbekannten. Der Computer benötigte zur Lösung dieser Systeme mehrere Stunden. Zur Bearbeitung und Speicherung arbeitete man mit Lochkarten und Tastaturen, Bildschirme gab es zu der Zeit noch nicht. Es war mühsam, aber für die späteren Jahre war diese Grundlagenforschung enorm wichtig.
Schon damals, also 1969, habe ich gesagt: Holz und Informatik – diese beiden Bereiche müssen wir zusammenbringen.
Hermann Blumer, Holzbauingenieur, Unternehmer und Erfinder
Warum sind Sie nicht bei der Forschung geblieben?
Als ich zwei Jahre in Karlsruhe war, erkrankte mein Vater, und ich ging nach Hause in die Firma, um das Erbe meines Vaters weiterzuführen. Wir hatten damals eine Sägerei, Zimmerei und Schreinerei mit circa 25 Mitarbeitern. Für meinen Vater war die gemeinsame Zeit nicht leicht. Ich war zu progressiv, habe immer alles in Frage gestellt und auch ein paar Dummheiten gemacht. Zum Beispiel habe ich 1974 einen schrankgroßen Computer gekauft, eine PDP8-Maschine von Digital Equipment Corporation. Man konnte ihn fast nicht nutzen, denn es gab so gut wie keine Programme und, wie erwähnt, keinen Bildschirm. Ich bin damals Risiken eingegangen, das kann man sich kaum vorstellen.


Wann war für Sie ein Wendepunkt im Holzbau erreicht, an dem klar war, dass Sie alles umsetzen können, wovon Sie geträumt haben?
Es gab drei Stationen. Die erste war die Entwicklung von BSB (Blumer-System-Binder; Anm.), einem leistungsfähigen und auch ästhetisch ansprechenden Verbindungssystem für stabförmige Holztragwerke. Sieben Jahre lang hatte ich daran getüftelt, und im Urlaub 1978 kam mir dann die Idee dazu. Wofür wir zuvor Stunden gebraucht hatten, erledigten wir dann in Minuten von der Planung und Berechnung bis zur Datenübergabe an die CNC-gesteuerten Maschinen. Das war ein Quantensprung und der Durchbruch im Bauen von Holzfachwerken.
Die zweite Station war 1984 die Entwicklung der Lignatur-Kastenbalken. So konnten wir tragende Stall- und Wohnungsdecken etwa in der Stärke von Betondecken bauen und obendrein weitere Funktionen unterbringen. Lignatur-Decken sind im Wohnungsbau heute sehr erfolgreich, weil sie eben mehr können als Betondecken.
Die dritte Station war 1985 die Entwicklung der Lignamatic CNC-Maschine, für die mir um vier Uhr morgens die Idee kam. Gemeinsam mit dem Maschinenbauer Fritz Krüsi aus dem Nachbardorf Schönengrund sind wir auf der Fahrt von Hannover in die Schweiz in einen konstruktiven Rausch geraten. Als wir zu Hause ankamen, hatten wir die erste computergesteuerte 5-Achsen-Abbundmaschine der Welt fertig konstruiert. Das hat dazu geführt, dass man plötzlich ganz neue Möglichkeiten im Holzbau hatte.
Diese Stationen waren notwendig, um im Holzbau von diesem handwerklich Mühsamen und Teuren wegzukommen und in eine neue Ära der Automatisierung einzutreten.
Auch in Sachen Brandschutz haben Sie Pionierarbeit geleistet. Welche Rolle spielte das für die Entwicklung des Holzbaus?
Der Änderung der Brandschutzbestimmungen ist eigentlich die vierte Station, die einen entscheidenden Wendepunkt im Holzbau brachte. In Zürich konnten man aufgrund des strengen Brandschutzes nur noch zweigeschossig mit Holz bauen. Es war wirklich diskriminierend, wie der Baustoff damals behandelt wurde. Das wollten wir ändern, und 1992 habe ich den ersten Impuls dazu gegeben. Wir sind mit der Lignum (Dachverband der schweizerischen Holzwirtschaft; Anm.) zur schweizerischen Vereinigung der Kantonalen Gebäudeversicherer gegangen und haben verkündet: „Wir wollen im Holzbau brandschutztechnisch besser werden als Beton- und Stahlbauten!“ Die haben anfangs nur den Kopf geschüttelt. Aber daraufhin hat die ETH begonnen Forschung zu betreiben, und die gesamten Brandschutzvorschriften für den Holzbau wurden schließlich neu überarbeitet. In dieser Öffnung war die Schweiz wirklich federführend.

Die Marktanteile des Holzbaus liegen in Österreich derzeit bei rund 24 Prozent, gemessen an den gesamten errichteten Nutzflächen im Gebäudesektor. Was denken Sie: Wo liegt die realistische Grenze des Holzbaus?
Die erwähnten Wendepunkte machten die Marktöffnung für den Holzbau möglich, und jetzt ist auch auf Bauherren- und Architektenseite ein eindeutiger Trend zu beobachten. Wenn man heute in der Architektur bestehen möchte, muss man auch mit Holz planen, sonst verliert man Marktanteile. Sehr viele öffentliche Bauten in der Schweiz sind heute aus Holz.
Allerdings kommt immer noch die Frage: Wird das in Holz nicht teurer? Das ist eine ärgerliche Frage, denn man kann das Bauen in Stahlbeton und Stahl gar nicht so einfach mit einem Holzbau vergleichen. Der Holzbau bringt Vorteile, die übersehen werden und nicht in die Rechnung miteinbezogen sind. Unter diesem Tunnelblick habe ich lange gelitten.
Wenn man heute in der Architektur bestehen möchte, muss man auch mit Holz planen, sonst verliert man Marktanteile.
Hermann Blumer, Holzbauingenieur, Unternehmer und Erfinder
Und Ihre Prognose für den Holzbau?
Es wird sich in den nächsten Jahren weltweit zeigen, dass das, was über der Erde liegt, öfter in Holz gebaut wird, weil man aus ökologischen Gründen eigentlich nicht anders kann. Früher galt Holz als nicht zukunftsfähig, aber heute ist es genau umgekehrt: Wer für die Zukunft baut, baut in Holz. Ich kann mir vorstellen, dass der Holzbauanteil weltweit auf bis zu ein Drittel steigen wird. Man sieht es auch daran, dass jetzt viele große Bauunternehmen in den Holzbau einsteigen. Und früher war dort außer der Betonschalung nichts aus Holz.
Wo ließe sich das Potenzial des Holzbaus noch ausbauen?
Im konstruktiven Bereich sind wir schon sehr weit, aber beim kurativen Holzbau beispielsweise stehen wir noch ganz am Anfang. Wir haben in Appenzell die beiden Wohnbauten Mosersweid für den Bauherrn Jan Schoch erstellt – außen Lärche und innen Zirbe. Die Wohnbehaglichkeit in diesen Häusern ist hervorragend, und man muss praktisch nicht mehr heizen. Wir kommen da in eine neue Welt hinein, die mehr ist als der tragende oder der verkleidende Holzbau. Zirbenholz zum Beispiel wirkt aktiv gegen Schimmelpilz und senkt die Herzfrequenz. Es gibt mehr als 50.000 Holzarten auf dieser Welt. Ein Riesenfundus, der noch darauf wartet, entdeckt zu werden.

Sie gelten als Pionier des konstruktiven Holzbaus und haben zu vielen innovativen Lösungen in der zeitgenössischen Architektur beigetragen. Auf welche sind Sie besonders stolz?
Im konstruktiven Bereich war es sehr spannend, mit Shigeru Ban zu arbeiten. Aber auch sehr fordernd, denn er kam bei jedem Projekt mit einer neuen Idee und teilweise fast unlösbaren Sachen. Das Centre Pompidou-Metz galt in Holz ja als unlösbar. In einer kurzen Sitzung mit ihm am Flughafen habe ich die Machbarkeit zugesagt, aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das lösen würde. Sieben Monate war ich praktisch nur noch in Klausur und habe mir den Kopf zermartert. Am Ende war die Lösung dann ganz einfach. Das hat alle Strapazen wettgemacht.
Höhepunkte waren auch die teilweise mystischen Kunstprojekte, wie die Lichtskulptur des amerikanischen Künstlers James Turrell auf den Malediven. Oder der Emma Kunz Pavillon in meinem Heimatort Waldstatt, den ich gemeinsam mit dem norwegischen Architekturbüro Helen & Hard geplant habe. Emma Kunz war eine ortsansässige Künstlerin und Heilpraktikerin und hat über 500 Pendelbilder auf Millimeterpapier gefertigt, alles streng geometrisch. Ich hatte die Aufgabe, auf Basis dieser Zeichnungen einen räumlichen Pavillon zu schaffen.
Kürzlich wurde in Stockholm der Wisdome eingeweiht, eines der spektakulärsten Holzbauprojekte unserer Zeit. Wie sind Sie dazu gekommen?
Die Architekten Johan Oscarson und Jonas Elding haben mit dem Ingenieur Florian Kosche den Wettbewerb mit einem Holzgitterwerk gewonnen. Die Auflage war: Das Holzbauunternehmen Stora Enso spendet das Holz, und zwar Furnierschichtholz und Brettsperrholz – also nur plane Werkstoffe. In der Planungsphase kam das Projekt über Blumer Lehmann zu mir, und ich sah, dass der Vorschlag des Ingenieurs ein Hebeltragwerk war und nicht dem Netztragwerk des Wettbewerbsdesigns entsprach. Die Architekten und die Museumsgesellschaft waren deshalb sehr frustriert. Dann habe ich ein paar Tage nach der Lösung gesucht, wie man aus planen Platten und mit Holz-Holz-Verdübelungen die zweifach gekrümmten und tordierten Bänder herstellen und verknoten kann. Ich fand die Lösung, und das hat dann eine radikal andere Vorgehensweise im Herstellungsprozess ausgelöst.

Der japanische Architekt Shigeru Ban sieht in Ihnen eine Art Seelenverwandten. Was verbindet Sie mit dem Pritzker-Preisträger?
Mit Shigeru Ban komme ich immer wieder in eine ähnliche Situation, in der ich etwas verspreche, ohne überhaupt zu wissen, wie ich das liefern soll. Mittlerweile weiß er auch, dass ich das so mache. Aber dieser Zwang führt dann natürlich auch zu Fortschritten im konstruktiven Bereich.
Wir hatten zwar eine gewisse sprachliche Barriere, aber es gab zwischen uns eine Art Verschränkung des Wissens, ähnlich wie sie der Quantenphysiker Anton Zeilinger bei den Photonen nachgewiesen hat. Shigeru Ban macht Skizzen, aus denen man schon alles herauslesen kann und die statisch optimal sind.
So wie er bin auch ich jemand, der ständig am Suchen ist. Nach Systemen, nach Lösungen und nach den unterstützenden Menschen. Ameisen handeln mit Schwarmintelligenz, und die übersteigt die Einzelintelligenz um das Mehrfache. Wenn man diese Schwarmintelligenz bei Menschen aktivieren kann, dann entstehen außergewöhnliche Leistungen. Das heißt, es zählt eben nicht nur das Technische oder der Entwurf, sondern auch der Faktor Mensch.
Das Tamedia-Gebäude in Zürich gilt auch zehn Jahre nach seiner Errichtung als einer der visionärsten Ingenieur-Holzbauten der Welt. Wie erklären Sie ohne viel Fachlatein das Besondere an diesem Bau?
Es ist vor allem die Entstehung interessant. Shigeru Ban kam für zwei Stunden nach Zürich und hat mir am Flughafen die Gretchenfrage gestellt: Was kann Holz im siebengeschossigen Bau besser als Stahl und Beton? Ich habe lange geschwiegen, und irgendwann habe ich dann zu skizzieren begonnen. Meine Idee waren bionische Verbindungen mit fließend runden Formen. Nach zwei Wochen kam dann die architektonisch perfekte Zeichnung von ihm. Weil es bionisch war, wollte er keinen Stahl in den Verbindungen haben. Unsere Ingenieure konnten das schlichtweg nicht in die Tat umsetzen. Dann hatte ich wieder sehr früh am Morgen die Idee, wir könnten das mit großen Holzdübeln und Lochverstärkungen ebenso in Holz machen. Schließlich waren auch manche Lager im Maschinenbau aus Hagebuche. Diese Verbindungen sind eigentlich das Besondere an diesem Bau.

Früher galt Holz als nicht zukunftsfähig, aber heute ist es genau umgekehrt: Wer für die Zukunft baut, baut in Holz.
Hermann Blumer, Holzbauingenieur, Unternehmer und Erfinder
Experten des nachhaltigen Bauens warnen davor, den Holzbau als klima- oder CO2-neutral zu bezeichnen, um kein Greenwashing zu fördern. Ist Holz als Baustoff automatisch nachhaltig, oder kann man da auch etwas falsch machen?
Würden wir als Holzbau-Verantwortliche etwas falsch machen, hätte man uns ja schon längst an den Pranger gestellt. Der Holzbau ist das Mittel der Wahl, wenn man jetzt etwas für die Nachhaltigkeit tun möchte. Dieser Naturbaustoff bringt uns auf einen guten Weg und lässt andere Baumaterialien im Vergleich recht alt aussehen.
Die Baubranche ist für 38 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Wo sehen Sie die größten Hebel, um diese Bilanz zu verbessern?
Beim Holz müssen wir da nicht mehr allzu viel tun. Die anderen müssten einfach mit Kosten für die negativen Umwelteinflüsse belastet werden. Das ist die einfachste Art, die Menschen zu erziehen. Wenn man etwas Dummes macht, dann muss das Geld kosten. Gäbe es den Lobbyismus nicht, wäre das politisch auch einfach umzusetzen.


In Mitteleuropa verweist man stets auf die zertifiziert nachhaltige Forstwirtschaft. Aber lässt sich die Ressourcenfrage in einer globalisierten Welt regional lösen?
Laut den Waldgesetzen in der Schweiz – und in anderen europäischen Ländern ist es ähnlich – darf man nur so viel verbrauchen, wie auch tatsächlich wieder nachwächst. Es wäre schön, wenn die Holzwirtschaft weltweit als Vorbild für vernünftige Ressourcennutzung stehen würde. Absichern könnte man das durch die Ein-Kubikmeter-Holz-pro-Kopf-Gesellschaft.
Was ist darunter zu verstehen?
Auf allen Kontinenten wächst jährlich pro Mensch ein Kubikmeter Holz nach, wir haben also ein Verhältnis von rund zehn Milliarden Kubikmeter Holz zu rund zehn Milliarden Menschen. Österreich hat anteilig etwas mehr Wald, aber dafür hat zum Beispiel Italien wieder weniger. Würde man jedem Menschen einen Kubikmeter Holz zur Verfügung stellen, wäre das wie eine Aktie oder – mehr noch – eine Lebensversicherung. Das sind immerhin 400 bis 500 Franken (rund 420 bis 525 Euro) pro Jahr, das würde vielen Menschen extrem helfen.
Laut der Biophilie-Hypothese des amerikanischen Biologen Edward O. Wilson besitzt der Mensch eine instinktive Verbindung zu anderen Lebensformen wie etwa Bäumen. Zudem gilt es heute als erwiesen, dass Holz die Gesundheit des Menschen positiv beeinflusst. Kommt nicht auch in dieser Hinsicht dem Bauen mit Holz eine gewisse Dringlichkeit zu?
Ja, auf jeden Fall. Diese Entwicklung hat ja im Bau von Spitälern bereits begonnen. Ich bin gerade in ein Projekt in diesem Bereich involviert, ein sechsgeschossiges Krankenhaus in der Ukraine, zusammen mit Shigeru Ban. Es ist eine faszinierende Konstruktion, ähnlich wie beim Tamedia-Gebäude. Sie besteht nur aus gesteckten Holzverbindungen, aber diesmal ist die Konstruktion mit Brettsperrholz gebaut. Die Elemente dafür liefert eine Firma vor Ort, nur so konnten wir diese Lösung überhaupt erst anbieten.
kam am 20. November 1943 im Spital Herisau im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden auf die Welt. Aufgewachsen im Appenzeller Holzland als Sohn eines Holzbauunternehmers, absolvierte er zuerst eine Lehre als Zimmermann und ging danach an die ETH Zürich, um Bauingenieurwesen zu studieren. Von 1971 bis 1997 leitete er den väterlichen Holzbaubetrieb, bevor er sich mit der Gründung von Création Holz ganz der Entwicklung von innovativen Lösungen rund um den Werkstoff Holz widmete. Als Pionier des modernen Holzbaus arbeitete er mit namhaften Architekten zusammen, darunter Shigeru Ban, Herzog & de Meuron, Peter Zumthor und Daniel Libeskind.

Wird die Verbindung des Menschen zur Natur im bevorstehenden Zeitalter der Digitalisierung an Bedeutung gewinnen?
Wenn wir nur noch auf das Handy starren und die Blumen am Wegrand nicht mehr sehen, dann sieht es schlecht aus für die Menschheit. Damit sich der Mensch in der Technik nicht verliert, braucht er die Natur. Ich glaube, das muss man den jungen Leuten wieder beibringen. Dass sie raus in den Wald gehen und Bäume umarmen. Sonst geht die Menschheit zugrunde.
Sie sind in Waldstatt aufgewachsen und leben auch heute noch in dieser 1.750-Seelen-Gemeinde inmitten der Appenzeller Bilderbuchlandschaft. Was verbindet Sie mit dieser Gegend?
Mit meinen Projekten hatte ich die Möglichkeit, viele Länder zu sehen, aber ich bin in Waldstatt wie verwurzelt. Die Landschaft ist dort schon ganz speziell, mit diesen Hügeln, den verstreuten Höfen und dieser spürbaren Ruhe. Auch wenn ich in größeren Städten gelebt habe wie in Zürich, am Wochenende hat es mich immer in die Hügel und Berge gezogen.
Sie haben kürzlich Ihren 80. Geburtstag gefeiert. Wie sehr sind Sie im Holzbau noch aktiv?
Ich arbeite derzeit eigentlich noch mehr als hundert Prozent. Ich habe derart viele Anfragen, aber ich kann in meinem großen Umfeld auch Aufgaben delegieren. Bisher habe ich keinen beruflichen Einschnitt gespürt. Als ich Shigeru Ban traf, war ich bereits 62. Meine große Karriere ist eigentlich erst so richtig losgegangen, wenn andere in Pension gehen.
Das heißt, ans Aufhören denken Sie gar nicht?
Ich merke natürlich da und dort, dass mich andere überholen, allerdings ist das immer relativ. In der Erfahrung können sie mich nicht abhängen, in neuem Wissen sehr wohl. Aber wenn es so weitergeht, habe ich auch die nächsten zehn Jahre noch genug zu tun.
Interview: Gertraud Gerst
Fotos: Philipp Horak, Hermann Blumer / privat, Sweden’s National Museum of Science and Technology / Stora Enso, Sindre Ellingsen / Helen & Hard, Didier Boy de la Tour
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Holzgebäude sind im Brandfall nicht so sicher? In einer kleinen Stadt in der Nähe von Hamburg findet man den Gegenbeweis: die Feuerwache Reinbek, die – trotz Widerstände – aus Holz gebaut wurde.
In Paris macht seit kurzem ein Haus Furore, das als hölzernes Wohnregal daherkommt. Das Wood Up, so der Name des Holz-Hochhauses, erzeugt laut Architekturbüro LAN 80 Prozent weniger CO2 als ein herkömmlicher Bau.
In Berlin-Neukölln wurde der Grundstein für ein neues Stadtquartier gelegt. Mit dem Projekt Greenfields Buckow will man bezahlbaren Wohnraum schaffen, und das weitgehend CO2-frei: mit Holz, Sonnenstrom und jede Menge Grün.
Die japanische Küstenstadt Tottori ist für ihre weitläufige Dünenlandschaft bekannt. Mit dem Takahama Café haben Kengo Kuma & Associates einen Holzbau geschaffen, der sich diesen Landstrich einverleibt hat.
In Amsterdams Hafengebiet ist mit dem Alliander Westpoort ein Büro- und Gewerbe-Areal entstanden, das die Holzbauweise feiert. Sein Grundriss unterliegt einer rhythmischen Codierung, die das Ensemble zu einer resilienten Einheit verschweißt.
Dass sich ein Industriebau keiner metallisch-nüchternen Zweckmäßigkeit verschreiben muss, zeigt das neue Weleda Logistikzentrum. Der Bau aus Stampflehm und Holz legt die Latte in Sachen Nachhaltigkeit hoch. Auf Rekordhöhe.
Mit dem KinderKunstLabor ist in St. Pölten ist ein beispielloser Kulturbau entstanden, der in Form und Funktion neue Wege geht. Der viergeschossige Holzbau – mitentwickelt von einem Kinderbeirat – wurde mit dem Bauherr:innenpreis 2024 ausgezeichnet.
Die Rehmannia Root Crafts Exhibition Hall ist einer wichtigen Heilpflanze der Traditionellen Chinesischen Medizin gewidmet. Der durchdachte Kuppelbau von Luo Studio basiert auf einer kosteneffizienten Konstruktion aus standardisierten Bauhölzern.
Die neue Bezirksbauernkammer Hallein zeigt, dass Holzbau mehr ist als die bloße Wahl eines Baumaterials. Das stringente Konzept von LP Architektur macht einen Verwaltungsbau zu einem niederschwelligen Wohlfühlort mit erbaulichem Flair.
Die Expo 2025 in Osaka empfängt ihre Besucher in einem Bauwerk der Superlative. Architekt Sou Fujimoto entwarf für die Weltausstellung den Grand Ring, die größte Brettschichtholz-Konstruktion der Welt.
Das neue Umweltbildungszentrum Augsburg leistet Aufklärungsarbeit in Sachen nachhaltiger Entwicklung. Die Architektur vom Büro Hess/Talhof/Kusmierz zeigt, wie sich ein hoher ästhetischer Anspruch besonders nachhaltig umsetzen lässt – in Holz und Lehm.
Anspruchsvolle Architektur findet immer öfter den Weg ins Hochgebirge. In den Pyrenäen entsteht die Refuge de Barroude, eine Schutzhütte nach den Plänen des Architekturbüros Snøhetta, die neue Maßstäbe für das Bauen im hochalpinen Raum setzt.
Im dänischen Jütland kann man künftig im ikonischen Holzbau einer Star-Architektin ein Handwerk erlernen. Das geplante Crafts College von Dorte Mandrup soll ein Showcase für nachhaltiges Design werden und das Image der Traditionsberufe stärken.
Spektakuläre Star-Architekten-Bauten hat die nordspanische Weinregion La Rioja schon genug. Die Winzer der Bodegas LAN schlagen leisere Töne an. Ihr neuer Pavillon El Cortijo setzt die Landschaft theatralisch in Szene.
Das Büro Dietrich Untertrifaller hat Österreichs ältester Waldorfschule eine zeitgemäße Erweiterung verpasst. Der Neubau komplettiert den Bestand der Rudolf Steiner Schule durch nachwachsende und erneuerbare Materialien: Holz, Lehm, Stroh und Hanf.
An Schweizer Schulen besteht ein Bedarf an temporären Sporthallen. Die Lösung von Pool Architekten liegt in einem Systembau aus Holz, der nicht nur funktionell und nachhaltig, sondern auch ästhetisch ansprechend ist.
Mit der Transformation des Zeller Rundofens wurde ein Industriedenkmal konserviert und zugleich neu belebt. Im erweiterten Gebäude gehen nicht nur Backstein, Holz und roter Beton einen Bund fürs Leben ein.
Bei einer Innovation spanischer Studenten mit dem schönen Namen Mobile MOCA lohnt es sich, einen Blick hinter die Fassade zu werfen. Wobei hier eigentlich hinter der Fassade gleich vor der Fassade ist.
Ein Wohnhaus, das sich in fünf Metern Höhe über den Waldboden spannt? Was weniger nach Eigenheim als nach Hängebrücke klingt, wurde einer ebensolchen nachempfunden. Das Bridge House des Architekturbüros LLAMA macht seinem Namen also alle Ehre.
Die neuen Büros des Technik-Versands Haberkorn sind preisgekrönt in der Kategorie „Kluges Bauen“. Anstatt einen Neubau in die grüne Wiese zu stellen, haben NONA Architektinnen eine alte Lagerhalle in Holzbauweise nachverdichtet.
Das Bürogebäude ZERO, das derzeit in Stuttgart entsteht, ist ein seriell gefertigter Holz-Modulbau, der bei der Gebäudetechnik passive physikalische Effekte nutzt. Neu für ein Multi-Tenant-Investoren-Projekt ist die gemeinschaftliche Nutzung von Flächen und Services.
An der Ostküste Japans ist ein Bibliothek entstanden, die nicht nur tiefschürfend ist, was ihren Buchbestand angeht, sondern auch ihre Lage. Die Library in the Earth befindet sich unter der Erde und verbirgt einen spektakulären Holzkuppelbau.
Eine Farm im kanadischen Langley. Ein unbeschreibliches Gemeinschaftsgefühl. Asher deGroot hat aus einem kleinen Anbau der Farm seiner Eltern einen Ort des Zusammenkommens geschaffen.
Ein Bestandsbau in Amsterdams neuem Stadtgebiet Sloterdijk wurde saniert und durch einen markanten Holzbau ergänzt. DW02 Lighthouse ist ein Leuchtturmprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung und einen achtsamen Umgang mit Ressourcen.
Der erweiterte US-Flughafen Portland präsentiert sich neuerdings unter einem gigantischen Holzdach, in dem ein eigener Wald wächst. ZGF Architects konnten den Bestand großteils erhalten und mit der Transformation der Lieferkette dem Gemeinwohl dienen.
Die Timber Factory ist Münchens erster Gewerbe-Campus in Holz-Hybrid-Bauweise und das größte Holzbauprojekt der Landeshauptstadt. Was aber wird die zukünftigen Mieter hier erwarten? Architektin Karin Schmid des Münchner Büros 03 Arch. GmbH liefert erste exklusive Einblicke.
Dass Holzgebäude genau so gebaut werden müssen wie Stahl- und Betonbauten, widerlegt der Scion Innovation Hub in Neuseeland. Die weltgrößte Diagrid-Struktur aus Furnierschichtholz reduziert den Holzbedarf um 75 Prozent und widersteht sogar Erdbeben.
Das Pistohiekka Resort nach dem Entwurf von Studio Puisto erweckt eine vergessene Urlaubsdestination in Finnland zu neuem Leben. Die außergewöhnlichen Holzbauten machen den Ort auch zum architektonischen Erlebnis.
In über 20 Jahren hat CEO Mette Kynne Frandsen das dänische Architekturbüro Henning Larsen zu dem gemacht, was es heute ist: ein Pionier, der weltweit nachhaltige Architektur von ikonischem Wert schafft. Bevor sie als CEO abdankt, hat sie uns noch ein Interview gegeben.
13 Geschäfte, drei Restaurants, zwei Veranstaltungsräume und ein Fitnessstudio – all das beherbergt das neue Einkaufs- und Gemeindezentrum Sycamore & Oak in Washington, D.C.. Vor allem aber findet die lokale Community dort eines: Hoffnung.
Dass Gedenkstätten immer düster und niederschmetternd sein müssen, widerlegen Zaha Hadid Architects mit ihrem Entwurf für das Sleuk Rith Institut in Kambodscha. In einem organischen Holzbau soll das düstere Kapitel der Roten Khmer aufgearbeitet werden.
Laut Expertinnen wie Beatrix Schlaffer-Günsberg kann man mit Duftmarketing Ängste nehmen, Emotionen wecken und Wohlbefinden generieren. Aus diesem Grund hat sie für UBM den Corporate-Duft „Green by UBM“ entwickelt. Ein olfaktorisches Erlebnis, mit dem die UBM Development AG unverwechselbar die Nase vorn hat.
Das Pfahlbaumuseum am Bodensee wurde erweitert, und zwar – passender könnte es nicht sein – in moderner Holzbauweise. Beim Design holten sich a+r Architekten Inspiration beim steinzeitlichen Archetypen des menschlichen Transportmittels.
Am Nordrand von Berlin entsteht eine Siedlung, die Stadtplanung neu denkt. Mit kreislauffähiger Holzbauweise, zentralisiertem Energiekonzept und nachbarschaftlichen Grünflächen statt Privatgärten. Kokoni One macht das Wohnen im Grünen klimaverträglich.
Ein eigenwilliger Holzbau in Oberösterreich räumt einen Architekturpreis nach dem anderen ab. Das Hohe Schwarze von Schneider Lengauer Pühringer Architekten zeigt, dass der umstrittene Wohntyp Einfamilienhaus nach wie vor seine Berechtigung hat.
Holz ist beständig, belastbar, ein natürlicher Baustoff. Dennoch gab es in der Vergangenheit regelmäßig Bedenken, Holz beim Schwimmbadbau einzusetzen. Dass dies jeglicher Grundlage entbehrt, zeigen beeindruckende Projekte auf der ganzen Welt: Abkühlung in hölzerner Architektur liegt voll im Trend!
Das australische Architekturstudio Hassell hat mit seiner Nachverdichtung in Holz einen wertvollen Beitrag für die Macquarie University geleistet – architektonisch, praktisch und thematisch. Entstanden ist eine juristische Fakultät mit Innovation und Geschichte.
Steil, schmal, dicht bewaldet: Ein Seegrundstück in Wentworth-Nord, Kanada, forderte die Planer von RobitailleCurtis heraus. Um die Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen, positionierten sie das Chalet Papillon auf einem Granitvorsprung.
Die Knarvik Kirche ist eine moderne Interpretation der tausend Jahre alten Stabkirchen in Norwegen. Der preisgekrönte Klerikalbau von Reiulf Ramstad Arkitekter ist zur touristischen Attraktion geworden – und zu einem Ort, der allen offensteht.
Die neue Raiffeisen Landesbank Kärnten kommt als transparenter Holzbau daher, und oben, auf dem begrünten Dach, grasen die Schafe. Architekt Jakob Dunkl von querkraft erklärt im Interview den Entwurf und verrät, was Nachhaltigkeit mit Liebe zu tun hat.
Die geplante Digital-Uni in Linz soll ein vorbildlicher Gebäudekomplex aus Holz und recyceltem Beton werden. Dass sich trotzdem Kritik am Bauprojekt regt, zeigt, dass sich große Grünflächen heute nicht mehr widerstandslos versiegeln lassen.
Frankfurts erstes Bürogebäude in Holz-Hybrid-Bauweise steht kurz vor der Fertigstellung. Der Timber Pioneer ist nicht nur ressourcenschonend erbaut, auch modernes Interior Design lässt sich emissionsarm gestalten, wie die zuständige Interior-Expertin Anna Maiwald erklärt.
Die University of Kansas School of Architecture & Design lässt Spannendes errichten: Den Holzbau KUbe, der zugleich als Studienort und Lehrmittel für nachhaltige Bauweise dienen wird. Designt vom dänischen Top-Büro BIG.
In Heilbronn ist ein außergewöhnlicher Holzbau entstanden. Die Innovationsfabrik 2.0 zeigt sowohl im Äußeren als auch im Inneren eine neue Ästhetik. Im gediegenen New-Work-Eldorado für Start-ups steckt Schweizer Präzisionshandwerk.
Eigentlich wollten die Besitzer ihr Wochenendrefugium nur um einen Anbau erweitern. Malcolm Davis Architecture dachte ein wenig größer und schuf mit dem Wine Country Barn ein separates Gästehaus – inspiriert von den rustikalen Scheunen der Weinbauregion Sonoma County.
Mit regenerativer Architektur die umgebende Natur positiv beeinflussen? Das Wohnprojekt Sumu Yakushima zeigt, was möglich ist. Architekt Tsukasa Ono hat die Gebäude auf der japanischen Insel Yakushima so konzipiert, dass sie das Myzel-Wachstum im Boden fördern.
Wenn die Holzbau-Gurus von Blumer Lehmann und die Stampflehmpioniere von Lehm Ton Erde gemeinsame Sache machen, dann kann nur Bahnbrechendes dabei herauskommen, wie das Bürogebäude Hortus von Herzog & de Meuron zeigt.
Der Wiener Stadtteil Favoriten feiert sein 150-jähriges Bestehen. Mit seiner fortschrittlichen Energieerschließung und Vorzeigeprojekten wie dem Holzwohnbau Timber*Laa wird klar, dass der Wiener Bezirk um Häuser besser ist als sein Ruf.
Das kürzlich eröffnete Simose Art Museum außerhalb von Hiroshima zeigt nicht nur Kunst und Design aus Japan, Gäste können auch in einer der ikonischen Villen von Star-Architekt Shigeru Ban übernachten.
Der Gasometer in Münster ist ein Relikt der fossilen Ära und soll neu genutzt werden. Ein Holzbau schafft Raum zum Wohnen und Arbeiten und erzeugt nebenbei auch noch Energie für die Stadt– diesmal auf nachhaltige Weise.
Soziale und ökologische Verantwortung lässt sich architektonisch vielfältig ausdrücken. Mit der mehrfach preisgekrönten Geschäftsstelle der GWG Tübingen zeigt das Stuttgarter Büro VON M, dass man dies auch mit höchsten ästhetischen Ansprüchen verknüpfen kann.
Das Start-up Moos begegnet der Wohnungsnot in den Niederlanden mit modularem Holzbau. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Concrete baut es aber nicht nur leistbare und nachhaltige Wohnungen, sondern macht den sozialen Wohnungsbau auch wirklich wieder sozial.
Der adaptive Re-Use steht im Mittelpunkt des olympischen Großbauprojekts Paris. Aus dem Athletendorf wird künftig ein neues, zukunftsweisendes Stadtviertel und ein Bürokomplex in Holz-Hybrid-Bauweise zeigt sich als wahrer Verwandlungskünstler.
Im französischen Drancy hat man Simone de Beauvoir ein architektonisches Denkmal gesetzt: in Form einer nach ihr benannten Grundschule. Bei der Planung setzten Bond Society und Daudré-Vignier & Associés auf Holz und eine Philosophie der Offenheit.
Ein Getreidespeicher wird zu einer Buchhandlung und bleibt gleichzeitig ein Kulturdenkmal Chinas. SU Architects haben einen Ort der Gegenwart geschaffen, bei dem man in die Vergangenheit eintauchen kann.
Das Europäische Forschungszentrum für Kern- und Teilchenphysik erforscht den Aufbau der Materie. Eine Erkenntnis ist gesichert: Das neue Forschungszentrum CERN B777 von Henning Larsen wird rund sein und großteils aus Holz bestehen.
Im Norden der dänischen Insel Seeland haben Norm Architects das Heatherhill Beach House entwickelt – ein Strandhaus, das so wandelbar ist wie die umgebende Natur.
Das Marga Klompé Haus der Universität Tilburg ist das erste Unigebäude der Niederlande, das aus Holz gebaut ist. Teil des kreislauffähigen Designs von Powerhouse Company ist eine Dämmung aus recycelten Jeans.
Baltimores Inner Harbor soll revitalisiert und noch mehr ein Ort für Menschen werden. Die beauftragten Architekten von 3XN wissen, was sie tun, denn Kopenhagen hat dieselbe Entwicklung bereits hinter sich.
Das neue Pratermuseum ist eröffnet. Architekt Michael Wallraff hat einen der ersten öffentlichen Holzbauten der Stadt entworfen und das Klimasystem gemeinsam mit einem Wiener Start-up dekarbonisiert.
Der neue Masterplan Ecotope soll der renommierten Schweizer Bildungs- und Forschungsanstalt EPFL das bringen, was derzeit fehlt: Grünflächen statt Asphaltwüsten, zirkuläre Materialien statt Beton und Stahl.
Der Autohersteller BMW rüstet auf. Um die Mitarbeiter in Sachen E-Mobilität und Automatisierung fit zu machen, baut der Konzern am Münchner Stammwerk ein Bildungszentrum in Holzbauweise. Der Entwurf kommt vom Architekturbüro allmannwappner.
Milwaukee entwickelt sich langsam zur US-Metropole des urbanen Holzbaus. Nach dem Ascent Tower wird nun das nächste Holz-Hochhaus gebaut: The Edison. Diesmal peilt man eine Höhe von über 100 Metern an.
Mit der Triesch Residence importierte ein deutscher Möbelhändler ein Stück amerikanische Architekturgeschichte in einen beschaulichen Vorort von Berlin. Den Entwurf dazu lieferte Ray Kappe, der südkalifornische Erneuerer der Moderne.
Im einstigen Industrieviertel der südenglischen Stadt Lewes entsteht Großbritanniens größtes Quartier in Holzbauweise. Phoenix nennt sich das neue Stadtgebiet, mit dem ein kleiner Developer den britischen Wohnbausektor aufmischt.
Am nördlichen Stadtrand von Coburg entsteht ein öffentlicher E-Ladepark, der zum inklusiven Ausfliegsziel im Grünen werden soll. Das Büro DKFS Architects setzt auf einen futuristischen Holzbau, der Natur und Technik in Einklang bringt.
Das Prager Büro RDTH Architekti hat eine alte Mühle in der Slowakei zum außergewöhnlichen Zuhause einer jungen Familie umgestaltet. Eine wundersame Verwandlung, die Vergangenheit und Zukunft auf originelle, komfortable Art zusammenführt.
Das Kilden Performing Arts Centre in der norwegischen Stadt Kristiansand ist eine Freiformkonstruktion aus Holz mit über 14.000 Einzelteilen. ALA Architects schafften eine Form mit dramatischer Geste – und konkreter Funktion.
Das Naturresort Moar Gut in der Salzburger Bergwelt hat Zuwachs bekommen. Die Neubauten in moderner Holzbauweise passen zur lokalen Baukultur und stärken den bäuerlichen Bestand. Zentrales Element der Erweiterung sind die 5-geschossigen Suitentürme.
In São Paulo befindet sich Brasiliens „nachhaltigster McDonald’s“. Er ist aus Holz gebaut und dient als Lehrprojekt für das nachhaltige Bauen. Für den Konzern ist der Holzbau ein „Rezept für die Zukunft“.
Das kleine Königreich hat große Pläne: Mit der visionären „Mindfulness City“ soll ein vorbildlich nachhaltiges Wirtschaftszentrum entstehen, das der Philosophie des „Bruttonationalglücks“ voll entspricht. Gebaut wird nach einem Masterplan des dänischen Star-Architekten Bjarke Ingels.
Der TUM Campus im Münchner Olympiapark zeigt, wie eine durchdachte Holzkonstruktion Ressourcen und damit auch Kosten sparen kann. Der aktuell größte Holzbau Europas wurde jetzt für den DAM Preis 2024 nominiert.
Über 120 Meter hoch, zu großen Teilen aus Holz gebaut und mit einer Glasfassade, die Strom erzeugt: In Offenbach soll ein Büroturm namens Namu künftig die Skyline prägen.
Wie ein Schrebergartenhaus in den Hügeln Wiens trotz kleiner Grundfläche Villen-Flair bekommt, zeigt das Projekt Villa minimale von Clemens Kirsch Architektur. Der Landsitz im Kleinformat wurde mit dem German Design Award 2024 ausgezeichnet.
Das Architekturbüro Dellekamp Schleich hat in Mexiko-Stadt den bislang größten Ingenieur-Holzbau des Landes entworfen. Das Bürogebäude Jardín Anatole ist nicht nur nachhaltig gebaut, es soll auch Erdbeben gut standhalten.
In New Jersey wird ein Museum in Holzbauweise gebaut, das dem Musiker Bruce Springsteen gewidmet ist. Passend zum Duktus des Poeten der Arbeiterklasse wird es ein rostiger Container im Brachland.
Das neue In'Cube Danone Forschungs- und Innovationszentrum südwestlich von Paris ist ein Holz-Hybrid-Bau der Superlative. Statt Forschung hinter verschlossene Türen zu verbannen, wird sie hier auf die offene Bühne gehoben.
Das kürzlich eröffnete Planetarium in Straßburg ist nicht nur das einzige Universitätsplanetarium Frankreichs. Es ist auch einzigartig in seiner Bauweise: Struktur und Fassade bestehen aus Holz. Denn beim Blick in die Sterne wollte man auch auf die Zukunft des Planeten Erde schauen.
Der Deutsche Bundestag setzte für seine neuen Abgeordnetenbüros, dem Luisenblock West, auf Holzmodule vom Band. Beim Vorarlberger Modulspezialisten Kaufmann Bausysteme läuft die Produktion seither auf Hochtouren. Für Hotels, Schulen und Studentenwohnheime.
Wer das Skifahren mit einem Architekturerlebnis verbinden will, ist am Schweizer Chäserrugg richtig. Eine Führung durch das preisgekrönte Gipfelgebäude von Herzog & de Meuron gibt Einblick in das nachhaltige Bauen auf 2.262 Meter.
Ein neues Wahrzeichen von Barcelona ist die Gabriel García Márquez Bibliothek, geplant vom Studio SUMA Arquitectura. Obwohl sie erst 2022 eröffnet wurde, ist sie schon jetzt im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet.
Räume ohne Eigenschaften machen das Haus Hoinka von Atelier Kaiser Shen zum Verwandlungskünstler. Außerdem besteht das diesjährige „Haus des Jahres“ größtenteils aus CO2-armen Baumaterialien: Holz, Stroh und Lehm.
Kürzlich öffnete die Lungau Arena ihre Tore und wurde sogleich mit dem Holzbotschafter für vorbildliches und nachhaltiges Bauen mit Holz ausgezeichnet. Ein Sportstättenbau, der über ökonomische und funktionale Anforderungen hinausgeht.
Der Prager Hauptbahnhof wird seit Jahren renoviert. Der Entwurf von Henning Larsen will nun auch die finsteren Ecken verbannen und den Bahnhof mit einem spektakulären Holzbau zur sehenswerten Destination machen.
Der von MVRDV und Space Encounters konzipierte Holz-Hybrid-Wohnturm „Nachteiland“ soll Amsterdam um ein energiepositives, grünes und Gemeinschaft förderndes Projekt bereichern. Und beweisen, dass nachhaltiges Design weit mehr ist als nur „nice to have“.
Der Entwurf für einen Wolkenkratzer in der albanischen Metropole Tirana ist laut Shigeru Ban Architects eine moderne Version der Unité d’Habitation, Corbusiers berühmter „Wohnmaschine“. Die aufgelöste Fassade sorgt dafür, dass das Hochhaus atmen kann.
In Seekirchen am Wallersee wurde kürzlich der Neubau der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung eröffnet. Der bis dato größte Verwaltungsbau in Holz-Bauweise führt eine neue architektonische Amtssprache ein und macht Lust auf den Behördengang.
Was macht ein Zirkus, wenn er sesshaft wird? Richtig. Er tauscht sein Zelt gegen ein prismatisch gekrümmtes Schalentragwerk aus Holz. Knie's Zauberhut brilliert in der Königsdisziplin des Ingenieur-Holzbaus.
Der Uni-Campus Tórshavn wird erweitert und damit das baukulturelle Erbe der Färöer Inseln fortgeschrieben. Das Büro Henning Larsen setzt auf einen konstruktiven Holzbau, ortstypische Grasdächer und ein Design, das den harten Winden trotzt.
Das ikonische Umbrella House des japanischen Architekten Kazuo Shinohara fand auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein eine neue Heimat.
The Wing of Swallow nennt sich ein dreidimensionaler Freizeitpark in Shenzhen, der Erholungsraum, Erlebnisspielplatz und Aussichtsplattform in einem ist. Ein Stück öffentlicher Raum aus Holz, der unterhält und verbindet.
Ganz an der Spitze der Insel Java befindet sich Amsterdams Flatiron-Gebäude aus Holz, das Hotel Jakarta. Das Herz des energieneutralen 4-Stern-Hotels bildet ein subtropischer Garten.
Die Holz-Hybrid-Bauweise schont Ressourcen und basiert auf einem modularen System aus Fertigteilen. Wie diese zusammengesetzt werden, zeigen die 3D-Modelle des Bürogebäudes Timber Peak, der schon bald den Zollhafen Mainz überragen wird.
Unweit von Amsterdam entsteht Europas größtes, aus Holz gebautes Logistikzentrum: Das „Logistics Center West“ des Mode-Riesen Bestseller. Designt vom Büro Henning Larsen. Und mit dem Ziel, neue Standards in Sachen Nachhaltigkeit und Design zu setzen.
Australien hinkt beim nachhaltigen Bauen hinterher. Der Macquarie University Incubator ist ein preisgekrönter Holzbau, der zeigt, wie sich Energie und Ressourcen auf allen Ebenen einsparen lassen.
Mit dem Shanshui Firewood Garden in der chinesischen Provinz Sichuan übersetzt das Büro Mix Architecture das baukulturelle Erbe in eine neue Formensprache. Lichte Wandschirme aus aufgehängtem Brennholz loten den Raum neu aus.
Renommierte britische Privatschulen setzen immer öfter auf repräsentative Holzbauten. Mit dem neuen Lesesaal der St. Edward’s School nördlich von Oxford verpasste das Büro TSH Architects der Fachwerk-Bauweise ein zeitgemäßes Update.
Holz ist nicht gleich Holz. Die enorme Entwicklung in den letzten Jahrzehnten hat neue Holzbauprodukte mit enorm hoher Belastbarkeit hervorgebracht. Bernhard Egert, Head of Timber Construction der UBM Development AG, erklärt die wichtigsten im Überblick.
Der Impact Hub Berlin ist ein Community- und Co-Working-Space, der das kreislauffähige Bauen von der Theorie in die Praxis gebracht hat. LXSY Architekten setzten einen Holzbau in eine alte Lagerhalle und bauten ihn mit großteils recycelten Baustoffen aus.
Die Geschichte des Salzburger Hotels Zum Hirschen ist Jahrhunderte alt. Die Eigentümer renovieren das Hotel nun und erweitern es um 42 Wohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise. Statt Schnitzel und Gulasch serviert man nun levantinische Mezze.
Auf dem Anwesen Domaine de Bayssan standen lange Zelte als Provisorium für ein Theater. Das Pariser Büro K Architectures griff für eine neue Spielstätte auf dem historischen Gelände auf die Idee des Zirkuszelts zurück.
Mit dem Hotelprojekt Boca de Agua hat Architektin Frida Escobedo eine Anlage mit spezieller Magie an die mexikanische Laguna de los Siete Colores gesetzt: Die Gäste logieren in Baumhäusern aus Holz und Stein, die ganz auf Nachhaltigkeit und Regeneration ausgerichtet sind.
Die jüngste Transformation hat aus dem Zollhafen Mainz ein lebenswertes Wohn- und Arbeitsviertel gemacht. Das Holz-Hybrid-Hochhaus Timber Peak bildet die neue Spitze am Zollhafen und ist ein Vorzeigeprojekt für das klimafreundliche Bauen der Zukunft.
Stefan Winter zählt zu den renommiertesten Fachleuten, wenn es um Holz als Baustoff geht. Warum Hybridlösungen kein Rückschritt für den Holzbau sind und wie langfristige Holzprodukte das Klima verbessern, erklärt der Professor und gelernte Zimmerer im Interview.
Das Architektenduo Katsuya Fukushima und Hiroko Tominaga hat mit der neuen Kyudo-Halle und dem Boxclub der Kogakuin Universität zwei innovative Holztragwerke entwickelt. Kostengünstiges Bauen heißt in diesem Fall: Ressourcen schonen.
Singapurs Changi Airport ist weltweit einzigartig. Neben dem spektakulären Kuppelbau mit dem größten Indoor-Wasserfall der Welt ist nun ein neuer Terminal in Planung, der den Flughafen zur vollwertigen Stadt machen soll.
Eine der wichtigsten Institutionen in New Yorks öffentlichem Raum hat Zuwachs bekommen. Moynihan Connector nennt sich die Verbindungsbrücke, die einen neuen Anschluss zur High Line und einen Hochwald für Manhattan bringt.
Ao-ft hat das Spruce House & Studio aus Massivholz in eine Londoner Reihenhaus-Zeile eingefügt. Und zeigt damit, dass sich Historie und Moderne nicht ausschließen. Zusammen kann beides sogar nachhaltig sein.
Ein besonderes Highlight der neuen alpinen Architektur befindet sich in den Eggentaler Dolomiten. Nicht nur, weil die Hütte Oberholz auf über 2000 Meter liegt, auch weil sich Tradition und Moderne hier auf Augenhöhe treffen.
Eine neue Multifunktions-Arena soll Vancouvers Veranstaltungsszene bereichern. Das PNE Amphitheatre erfüllt mit seiner rekordverdächtigen Dachkonstruktion aus lokalem Holz aber auch einen wichtigen politischen Auftrag.
Mit dem Fährterminal in Tórshavn bekommen die Färöer Inseln ein neues architektonisches Wahrzeichen in Holz-Beton-Hybridbauweise. Der Entwurf von Henning Larsen sorgt auch dafür, dass der Hafen den Menschen zurückgegeben wird.
Nicht in einer Weltmetropole, sondern im schottischen Hügelland befindet sich eines der ambitioniertesten Holzbauprojekte unserer Zeit. Das doppelt gekrümmte Holzkuppeldach der Macallan Distillery ist Ingenieurskunst auf höchstem Niveau.
Die Vogelbeobachtungsstation Tij im niederländischen Schilfgürtel ist ein Paradebeispiel für das zirkuläre Bauen im Einklang mit der Natur. Die eiförmige Holzkonstruktion basiert auf der Zollinger-Bauweise, das Schilf seiner Hülle stammt aus direkter Umgebung.
Mit der Stockholm Wood City entsteht auf einem ehemaligen Industriegelände die größte Stadt der Welt, die aus Holz gebaut ist. Die Architektur für die Vorzeigestadt der Zukunft kommt von den Holzbau-Pionieren Henning Larsen und White Arkitekter.
Das Tamedia-Gebäude in Zürich zählt auch zehn Jahre nach seiner Errichtung zu den visionärsten Ingenieur-Holzbauten der Welt. Welcher Ansatz hinter der herausragenden Konstruktion steht, hat Pritzker-Preisträger Shigeru Ban dem ubm magazin. verraten.
Das Unternehmen Modvion errichtet in Schweden eine 105 Meter hohe Windkraft-Anlage aus Holz. Weltweit die höchste ihrer Art. Windkraftwerke mit Holztürmen sind ein junger, aber expansiver Markt.
Hundert Jahre nach der Patentierung des Zollinger-Daches bekommt die freitragende Holzbauweise wieder neuen Auftrieb. Sie ist materialsparend, kreislauffähig und funktioniert gut im Selbstbau, weshalb sie heute bei der Errichtung von Werkhallen wieder beliebt ist.
Statt Grünflächen zu versiegeln und die Alpenlandschaft zu verhütteln, geht das Chaletdorf Peterhof Furx einen anderen Weg. Das Büro Baumschlager Eberle lieferte eine Hüttensiedlung mit architektonischem und ökologischem Anspruch.
Mount Fuji Architects entwarfen für den japanischen Immobilien-Konzern Daito Trust Construction in Tokio ein Ausstellungs- und Bürogebäude mit einer spektakulären Dachkonstruktion aus Holz: den ROOFlag.
Die Casa C ist alte, bodenständige, landwirtschaftliche Schweizer Nutzarchitektur. Und doch eines der ungewöhnlichsten Wohnhäuser im Land der Eidgenossen.
Zirkulär, naturnah und klimapositiv. Das Projekt Juf Nienke der Architekturbüros SeARCH und RAU gilt als das nachhaltigste Wohnbauprojekt Amsterdams. Die Holzbaumodule sind erweiterbar und für den Insektenschutz sorgt ein Fledermaushotel am Dach.
Wo früher Autos vor dem Supermarkt parkten, stehen nun vier neue Baukörper, die nicht nur in der Fassade, sondern auch in der Struktur aus Holz bestehen. Das Projekt Woody-M in Wien zeigt, wie innerstädtische Nachverdichtung geht.
Die Sundby School spielt die Klaviatur der klimaneutralen Baustoffe. Neben dem nachwachsenden Holz besteht sie aus einem Material, das für die Bauwende entscheidend sein könnte: Stroh. Ein wertvolles Abfallprodukt aus der Landwirtschaft.
Die CO₂-Emissionen zu senken ist für große Metropolen und ihre Skylines eine besondere Herausforderung. Dass auch historische Hochhäuser dekarbonisiert werden können, zeigt die beispiellose Sanierung des Empire State Building. Seine Aufzüge erzeugen neuerdings Strom.
Mit der Mannheimer Multihalle schuf Pritzker-Preisträger Frei Otto ein architektonisches Meisterwerk, das als „Wunder von Mannheim“ in die Geschichte einging. Seit 2021 wird es aufwändig saniert. Das neue Nutzungskonzept soll ganz im Sinne des alten Meisters sein.
Kopenhagens neues Viertel Nordhavn ist ein Paradebeispiel für nachhaltige urbane Entwicklung. Stadtarchitektin Camilla van Deurs hat dem ubm magazin. verraten, wo die großen Hebel zur CO₂-Reduktion liegen und warum die Stadt der Zukunft (fast) autofrei ist.
Der Handelsgigant Walmart errichtet im US-Bundesstaat Arkansas eine neue Konzern-Zentrale. Damit entsteht gleichzeitig der größte Campus mit Gebäuden aus Massivholz der USA.
Die neue Voisthalerhütte am Hochschwab ist ein konstruktiver Holzbau mit ökologischem und architektonischem Anspruch. Die energieautarke Schutzhütte von Dietger Wissounig Architekten erhielt das Umweltgütesiegel und den BIG SEE Architecture Award 2023.
Katja Kammerer ist Tischlerin, Architektin und Holzbau-Profi. Ihr geballtes Wissen und ihre Begeisterung für Holz setzt sie dort ein, wo UBM Development das erste Holz-Hybrid-Hochhaus in Mainz errichtet – den Timber Peak. Ein Porträt zwischen Holzwerkstatt und Bauamt.
Zu 80 Prozent wiederverwertbar, zu 70 Prozent aus Rohstoffen gebaut, die aus einem Umkreis von 30 Kilometern stammen. In Südtirol wurde ein alter Stall zu einem Haus aus dem Öko-Baustoff Hanf umgewandelt.
Eine neue Art von Miteinander und nachhaltiger Lebensraum zu leistbaren Preisen. Das verspricht das alternative Wohnprojekt Auenweide. Was das Holzbauprojekt so besonders macht, das hat Architekt Markus Zilker gegenüber dem ubm magazin. erklärt.
Das slowenisch-spanische Unternehmen Lushna erobert mit Glamping Cabins aus Holz den Weltmarkt. Das Unternehmen entwickelt aber auch Öko-Resorts und verspricht den „Glamour der Natur“.
Auf dem Gelände des Stanford Research Park in Palo Alto entsteht ein hochmodernes und nachhaltiges Bürogebäude. Das "Verdant Sanctuary" ist eines der ersten Bauwerke im Silicon Valley, das auf Massivholzbauweise setzt.
Wie kreativ die klimafreundliche Nachverdichtung sein kann, zeigt das Projekt Stadthaus in Linz. Das Architekturbüro mia2 hat den Aushub in Stampflehmwände gepresst und das historische Gebäude dank Holzbau in seiner Höhe fast verdoppelt.
Die Form ist eine Fusion aus alpiner Architektur und zerklüfteter Bergkette. Das neue Kongress- und Messezentrum in der norditalienischen Gemeinde Agordo lotet die ästhetische Ausdrucksform des Holzbaus neu aus.
Ein Supermarkt, der selbst Lebensmittel für die Region erzeugt und klimaneutral erbaut ist. Das ist das Konzept von Rewe Green Farming, dessen Prototyp in Wiesbaden steht. Nun sollen weitere Filialen in Holzbauweise folgen.
Shigeru Ban zählt zu den wichtigsten Vertretern einer neuen, nachhaltigen Architektur. Warum er diese Zuschreibung ablehnt und warum die Beständigkeit eines Gebäudes nicht vom Baumaterial abhängt, hat er uns bei einem ausführlichen Interview in seinem Büro in Paris erklärt.
Bernhard Egert ist einer von 300 Timber Heroes in der UBM Development. Er zählt zu den gefragtesten Holzbauexperten des Landes. UBM Development hat ihn an Bord geholt, damit er im Bereich „Timber Construction“ seine breite Kompetenz einbringen kann. Wir haben den naturverbundenen Diplomingenieur zum großen Holzbau-Talk gebeten.
Es sieht aus wie eine Utopie, soll aber in den nächsten Jahren in Kopenhagen Wirklichkeit werden: Metro-Stationen in hybrider Holzbauweise. Das Konzept von JaJa Architects ist ganzheitlich angelegt und wendet das klimafreundliche Bauen jetzt auch unter der Erde an.
Das Architektur- und Design-Kollektiv A-01 hat als erster in Costa Rica nachhaltige Wohneinheiten im modularen Baukasten-System entwickelt: das No Footprint House. Die Kunden können, so das Architektur-Studio, nach Herzenslust vor Planungsbeginn so etwas wie virtuelles Lego spielen. Die Fertigung ist nicht nur verhältnismäßig günstig, sondern auch an die lokalen Gegebenheiten angepasst.
Mit einem Neubau auf dem Campus der Universität Tilburg beschert das Büro Powerhouse Company den Niederlanden ihr erstes aus Massivholz gefertigtes Uni-Gebäude: Ein modernes Hörsaalzentrum, das den Studenten viel zu bieten hat. Zeitlos designt und energieneutral.
Seit dem Bau eines wegweisenden Holz-Hochhauses in Schwedens hohem Norden sind sie in aller Munde. White Arkitekter schrauben die grüne Messlatte gerade ordentlich nach oben. Das Ziel: Klimaneutralität bis 2030. Über die Strategie dahinter haben wir mit Vize-CEO Carl Bäckstrand in Stockholm gesprochen.
Das Open-Source-Projekt Living Places will das Wohnen nicht nur nachhaltiger und gesünder macher, sondern auch für mehr Menschen leistbar. Die Prototypen in Holzbauweise können in Kopenhagen besichtigt werden – der diesjährigen Welthauptstadt der Architektur.
Eines der spektakulärsten Holzbauprojekte wird derzeit in Schweden realisiert. Der neue Wisdome des Tekniska Museet in Stockholm ist eine Free-Form-Konstruktion aus 20 Kilometer Furnierschichtholz, die so noch nie zuvor gebaut wurde.
Wenn in Kopenhagen nach 30 Jahren erstmals wieder eine Kirche gebaut wird, dann mit Ikonen-Potenzial. Für die Ørestad Church entwarf Henning Larsen einen skulpturalen Holzbau. Eine Kirche 2.0, die zum modernen Community-Center wird, unabhängig vom Glaubensbekenntnis.
Das tschechische Holzverarbeitungsunternehmen Kloboucká lesní engagiert sich für nachhaltige Forstwirtschaft und ebensolches Bauen. Sein neuer, von Mjölk Architekti designter Hauptsitz passt dazu: Schlicht, umweltfreundlich, aus Holz und mit modernsten Technologien.
Es braucht neue Strategien für die sinnvolle Nachnutzung von Industriebrachen. Die Re-Use-Spezialisten von Smartvoll zeigen, wie aus der alten Remise Amstetten ein neues Ökosystem aus Pflanzen, Tieren und Menschen entstehen kann.
Das außergewöhnliche kleine Wohnhaus Strohfloh zeigt, wie nachhaltiges Bauen unkompliziert zu bewerkstelligen ist. Die „Holzperle” wurde in Holzriegelbauweise mit Strohballendämmung und Photovoltaikanlage in Murstetten errichtet.
Die Bayerische Versorgungskammer bekommt eine neue Zentrale vom frisch gekürten Pritzker-Preisträger David Chipperfield. Das 3-teilige Ensemble in Holz-Hybrid-Bauweise ist ein klares Bekenntnis für nachhaltiges Bauen und eine Absage an die rein ikonische Hochhaus-Architektur.
In der Weinregion Südoststeiermark transformierten ein Jungwinzer und eine Architektin einen alten Kuhstall zu einem zeitgemäßen Weinbaubetrieb. Das sichtbare Holztragwerk wurde im Weinhof Locknbauer zum Designelement erklärt.
Ein adaptierbares Tiny House aus den Niederlanden hebt die Grenzen zwischen Drinnen und Draußen auf. Auf dem World Architecture Festival in Lissabon wurde ANNA Stay zum „World Hotel Building of the Year 2022“ ernannt.
Eine High-Speed-Bahn verbindet das hyggelige Waldhaus mit Oslos Stadtzentrum. Ellingsrudgrenda soll Norwegens erstes kreislauffähiges Quartier werden. Der Masterplan zur klimaneutralen Stadtentwicklung kommt vom Architekturbüro Snøhetta.
Seit 2006 entsteht in Bad Aibling die City of Wood, ein Modell für die Nullenergiestadt von morgen. Der neueste Zuwachs in CO₂-neutraler Holzbauweise kommt vom Vorarlberger Holzbau-Pabst Hermann Kaufmann.
In einem der weltweit höchsten Holz-Hochhäuser in der nordschwedischen Stadt Skellefteå befindet sich The Wood Hotel. Ein neuer Urlaubsmagnet, der von der Landschaft, der Architektur und einer grünen Zukunftsvision profitiert.
Bremens Überseeinsel wird zu einem neuen, grünen Stadtviertel entwickelt. Leistbaren, nachhaltigen und obendrein schönen Wohnraum verspricht das Projekt Wohngewächshaus von Delugan Meissl. Hier sollen Menschen und Pflanzen gleichermaßen gedeihen.
Es werden dringend mehr Schulen benötigt – 15.000 allein in Europa. Aus dem einfach montierbaren Schulbausatz Sylva von Stora Enso entstehen klimafreundliche Schulen aus Holz, die Kindern eine positive Lernumgebung und sinnstiftende Architektur bieten.
Die belgische Stadt Antwerpen bekommt einen japanisch inspirierten Wohnturm in Holz-Hybridbauweise. Der Entwurf stammt von Pritzker-Preisträger Shigeru Ban, der die Natur und den Baustoff Holz zum zentralen Designimpuls macht.
Der Klimawandel ist eng an soziale Fragen geknüpft und der klimaneutrale Holzbau oft noch ein Luxussegment. Ein preisgekröntes Beispiel im sozialen Wohnbau liefert der Holzwohnbau Seestadt Aspern, der ein neuer Instagram-Hotspot in Wien geworden ist.
Für die Erweiterung des Frammuseums in Oslo setzen Reiulf Ramstad Arkitekter auf ein außergewöhnliches Konzept. Der Neubau Framtid vermittelt zwischen den ausgestellten Schiffsbauten der Vergangenheit und dem klimaneutralen Holzbau von morgen.
Die rund 3.000 Mitarbeiter der Stadtverwaltung Düsseldorf werden künftig in einem Holz-Hybrid-Hochhaus Platz finden. In ihrem Konzept setzen die österreichischen Architekturbüros Alleswirdgut und Hertl Architekten auf ein innovatives Energiekonzept und schaffen eine grüne Oase in der Stadt.